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Leitfaden Waffenpflege

Leitfaden Waffenpflege

Die korrekte Waffenpflege stellt viele Jäger und Sportschützen vor eine grosse Herausforderung. Unzählige Anfragen haben wir hierzu bereits bekommen und beantwortet. Mit diesem Leitfaden möchten wir einige Fragen beantworten. Wir unterscheiden dabei unterschiedliche Bereiche der Waffenpflege aufgeteilt.

 

Regelmässige Pflege:
Nach dem Schiessen oder nach Verwendung der Waffe bei widrigen Wetterbedingungen sollte die Waffe trockengewischt werden. Wir empfehlen hierzu ein weiches Mikrofasertuch, da dieses die Brünierung auch bei häufiger Verwendung nicht beschädigt und die Mikrofasertücher im Gegensatz zu vielen Anderen nicht fusseln. Nachdem die Waffe abgefeuert wurde befinden sich Geschoss- und Verbrennungsrückstände im Lauf die auch Schmauch genannt werden. Schmauch besteht aus nicht verbranntem Treibladungspulver, Mineralsalzen, Barium- und Antimonverbindungen und ist hygroskopisch also wasseranziehend und wasserbindend. In Verbindung mit Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff führt dies zu Rost also einer Oxidation.
Daher empfehlen wir bei der Reinigung einer Repetierbüchse wie folgt vorzugehen:
Entfernen Sie den Verschluss und reinigen Sie den Lauf (trocken) mit einem Putzstock mit Bronzebürste um Geschossrückstände und Schmauch zu lösen. Anschliessend müssen die Rückstände aufgenommen und entfernt werden. Dazu werden am besten laufmassige Reinigungsfilze oder passende Reinigungspatches verwendet die vorher mit Waffenpflegeöl getränkt werden.
Die Metallischen Teile sollten zusätzlich mit einem leicht geölten Mikrofasertuch abgewischt werden und bewegliche Teile sollten mit Schmieröl oder Waffenfett vor Verschleiss geschützt werden. Die Waffe ist anschliessend gereinigt, vor Korrosion und Verschleiss geschützt und bereit für das nächste Jagderlebnis oder den Schiessstand.

 

Schaftpflege bei Holzschäften:
Für Gewehrschäfte werden fast ausschliesslich hochwertige Walnusshölzer verwendet. Holz wird durch UV-Licht, aber auch durch Witterungseinflüsse und die Benutzung stark beansprucht und verliert dabei holzeigenes Lignin, Terpene, und weitere Holzbestandteile. Früher oder später werden die Schäfte daher oft gräulich und vorher etwas „speckig“. Entweder durch Verschmutzung oder aber da die obere Schicht des Ölschaftes durch Abnutzung abgetragen wurde. In beiden Fällen empfehlen wir wie folgt vorzugehen:
Den Schaft mit Hilfe eines Mikrofasertuchs und unserem Schaftöl leicht einölen und den Schaft nach etwa 5min wieder abreiben. Ein hauchfeiner Ölfilm soll bestehen bleiben und etwa über Nacht austrocknen.
Falls der Schaft bereits Gebrauchsspuren aufweist sollte zusätzlich am nächsten Tag eine dünne Schicht aufgetragen werden. Diese sollte in den Schaft einziehen und anschliessend vollständig austrocknen können. Bitte lesen Sie für eine vollständige Anleitung der Schaftpflege unseren Blog Beitrag .

 

Lange Lagerung:
Die langzeit-Lagerung von Waffen stellt besonders hohe Ansprüche an die verwendeten Korrosionsschutzmittel dar. Öle, besonders langkettige Öle wie unser Waffen- Pflegeöl haben hervorragende Korrosionsschutzeigenschaften. Jedoch laufen auch diese irgendwann der Schwerkraft geschuldet nach unten. Abhilfe schafft hier unser Waffen Korrosionsschutz das ein mal aufgetragen durch elektrostatische Ladung sicher dort bleibt, wo es aufgetragen wird und somit auch dort vor Korrosion schützt. Jahrelang.

 

8 Kommentare

  • @Frank Schenkendorf Ganz so abwägig ist Keramik im Lauf gar nicht. Wir haben viele Kunden die Ihre Geschosse mit unserem Waffenfett schmieren. Was passiert ist folgendes- Die Keramik glättet den Lauf, das führt zu Präzision. War für mich auch erst unverständlich aber tatsächlich funktioniert das hervorragend. Wir testen derzeit an einer Laufversiegelung auf Keramikbasis. Wichtig ist, dass der Widerstand des Geschosses im Lauf immer gleich ist. Ansonsten ist GunEx meines Erachtens ein Kriech/ Reinigungsöl. Zum Schmieren der beweglichen Teile würde ich je nach Waffe unser Waffenfett empfehlen alternativ bei engen passungen das Schmieröl oder den Trockenschmierstoff

    Adrian Ostermayer
  • @ Frank Schenkendorf Selbstverständlich kann unser Waffenpflegeöl für die Laufreinigung verwendet werden. Es entfernt Schmauch sehr gut. Für Geschossrückstände empfehlen wir jedoch von Zeit zu Zeit unsere Lauf-Reinigungspaste zu verwenden.
    @ Stefan Winkler Unser Schaftöl kann auch für gefärbtes und gebeiztes Holz verwendet werden. Auch bei Schichtholz wie bei der GSP500 von Walther.
    @ Franz Pinter Nein nicht alles kann entrostet werden. Lötstellen oder Weicheisen oder auch Federn können Schaden nehmen, daher beim Entrosten immer darauf achten die Zeit so kurz als nötig zu halten und heisses Wasser zu verwenden. Dann reagiert es schnell und greift das Material nicht unnötig an. Weicheisen und Lötstellen am besten mit unserem Korrosionsschutz vorher einfetten. Das Mittel ist wasserfest und schützt die Stellen vor dem Entroster.

    Adrian Ostermayer
  • Hallo ,
    habe das Video über die Restauration von dem K98K gesehen. Sehr interessant. Kommen eigentlich alle Metallteile ins Entrostungsbad? Auch Z.B der Verschluß mit all den Teilen außer Federn?
    Und wird der Verschluss auch brüniert?
    Danke schon mal vorab für die Antwort.
    P.S. Ab wann gibt es das komplette Restaurationsset wieder?
    Gruß Franz Pinter

    Franz Pintér
  • Kann das Schaftöl auch für farbige Holzgruffstücke wie beispielsweise an der GSP 500 verwendet werden ohne die Färbung zu beeinträchtigen?

    Stefan Winkler
  • Guten Tag,
    ich bin Sportschütze! Die Prioität liegt auf der Hand. Der Lauf sollte rein sein. Das Schussbild beim Start der Nutzung nicht verfälscht! Kein Keramik oder Teflon. Bisher benutze ich Gun Ex für das Finish der Reinigung. Was können sie mir empfehlen?
    Vielen Dank im voraus!
    MfG
    Frank Schenkendorf

    Schenkendorf

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