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Die 5 grössten Fehler bei der Waffenpflege

Die 5 grössten Fehler bei der Waffenpflege

 

Wer möglichst lange eine gepflegte, präzise und zuverlässige Waffe führen möchte muss bei der Waffenpflege einiges beachten.

Wir stellen fest, dass bei der Waffenpflege viele Fehler gemacht werden – dazu möchten wir Sie gerne informieren und einfache Lösungen vorstellen, denn die Fehler sind allesamt vermeidbar.

 1) Reinigen oder doch Schmieren?

Viele Waffen werden nicht richtig geschmiert, das führt zu Verschleiss, Unzuverlässigkeit und Fehlfunktion.
Viele auf dem Markt erhältlichen Waffenpflegeöle sind sogenannte Universalöle, sie sollen sowohl reinigen als auch schmieren können. Also echte Alleskönner sein, doch stimmt das wirklich?
Niemand würde auf die Idee kommen dem Motorenöl seines geliebten Sportwagens einen halben Liter Lösungsmittel hinterher zu kippen. Wieso wird genau das aber bei Waffen gemacht?
Die Universalöle sollen reinigen, also Schmauch und Schmutz aufnehmen können, dazu werden meisst Lösemittel zugesetzt, in aller Regel Isopropanol, Spiritus oder ähnliche. Diese führen dazu, dass diese Öle auch mit starken Verschmutzungen fertig werden können und diese aufspalten und verkapseln können. Nachteil jedoch ist, dass der Schmierfilm dünner wird und die Belastbarkeit des Schmierfilms bricht auf einen Bruchteil zusammen.
Man sollte sich als vorher fragen, was man vor hat. Um die Waffe zu reinigen benötigt man Lösemittel oder zumindest Öle die mit Lösemittel angereichert wurden. Zum Schmieren der beweglichen Teile geeignete Schmiermittel wie Waffenschmieröl oder Waffenfett. Seit kurzem erst werden Schmierstoffe mit Festschmierstoffen additiviert, welche die Druckbelastbarkeit und damit die Schmierwirkung deutlich erhöhen können. Ein Video das das sehr eindrücklich darstellt finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Q1mh0BJ4gn4 .

 

2) Schaftpflege, aber richtig

Durch unser Schaftöl bekommen wir ständig Anfragen von Kunden die Probleme mit Ihren Schäften haben. Die Schäfte werden oft fleckig, klebrig und schmierig. In den aller meissten Fällen liegen die Probleme bei den zuvor verwendeten „Schaftölen“ oder Universalölen die auf die Schafte geschmiert und gesprüht werden. Diese können Schäfte zwar schnell färben und glänzen lassen, das Holz selbst jedoch nicht pflegen, sondern eher verschliessen oder noch schlimmer mit Mineralölen zusetzen. Die färbenden Schaftöle hinterlassen nach deren Nutzung oft fleckige Schäfte die nur mit grossem Aufwand wieder restauriert werden können, da sie unterschiedlich beansprucht werden – (stärker an der Anschlag des Vorderschaftes und am Griffstück als Beispielsweise dem Hinterschaft) . Mineralöle haben auf einem Holzschaft nichts zu suchen. Ebenso wenig wie nicht-trocknende natürliche Öle oder nicht trocknende Wachse. Niemand wüde auf die Idee kommen das Parket im Wohzimmer mit Vaseline einzuschmieren, die Rutschgefahr, die fehlenden Holzpflegenden EigenschaftenAlles würde zu einer öligen niemals trocknenden Oberfläche führen. Wie empfehlen daher dringlichst von Anfang an unser Schaftöl Gold zu verwenden, dieses zieht tief in das Holz ein, schützt dieses gegen Witterungseinflüsse, trocknet vollständig und klar aus und lässt das Holz trotzdem weiherhin atmen.

3) Funktionsstörungen im Winter

Nicht selten hört man von Waffenproblemen bei Druck- und Treibjagden im Winter. Sehr oft führt mangelnde Waffenpflege zu Zündversagern oder gar eingefrorenen Schlagbolzen, Sicherungen und Verschlüssen. Achten Sie daher auf die Temperaturbereiche der von Ihnen verwendeten Pflegemitteln. Viele Hersteller geben diese auch an. Viele Schmiermittel sind schon bei 0° so hart, dass diese die Funktion der Waffe beeinflussen können. Unsere Waffenschmiersoffe sind daher Temperaturbeständig von -50° bis +250°C um einwandfreie Schmierung bei allen Bedingungen zu gewährleisten.

4) Öl oder Fett?

Sehr oft wird mit dem falschen Schmiermittel geschmiert, was zu Verschleiss führt. In der Tribologie ( der Wissenschaft der Reibung) wird das Thema nach dem richtigen Schmiermittel für jeden Einsatzzweck seit Jahrzehnten untersucht und wissenschaftlich analysiert. Unzählige Tests und Versuche zeugen davon. Allein die Entwicklung unseres Waffenfettes und Waffenschmieröls hat Finanzmittel verschlungen für die man gut und gerne ein schönes Einfamilienhaus hätte bauen können. Die Anforderungen waren und sind gigantisch. Grundsätzlich kann man zur Schmierung folgendes sagen: Offene Systeme die viel Drücken ausgesetzt sind wie etwa ein Mahlwerk oder eine Gabelstaplerkette werden gefettet, geschlossene Systeme die meisst weniger Drücken ausgesetzt sind wie etwa ein Automotor oder ein Autogetriebe werden mit Öl geschmiert. Fett hat durch die deutlich dickere Schicht deutlich mehr Druckpuffer als dünnes Öl und schützt somit deutlich besser vor Verschleiss. Schon früh wurden daher Maschinengewehre wie das MG42 mit Waffenfett geschmiert. Daher empfehlen wir wo immer möglich mit Waffenfett zu schmieren. Nur bei sehr eng gepassten (Sportwaffen) sollte mit Schmieröl geschmiert werden.

 5) Korrosion an der Laufmündung

Oft korrodieren Waffen ganz besonders Flinten an der Mündung. Ein häufiges aber doch sehr einfach zu verhinderndes Problem. Flintenläufe werden an der Laufmündung gekappt und anschliessend meisst nicht brüniert was die Laufenden sehr anfällig für Korrosion macht. Die im Schmauch enthaltenen Minerale und Salze verstärken die Gefahr von Korrosion nochmals. Rostprävention also der Schutz vor Oxidation ist also an dieser oder ähnlichen Stellen ganz besonders wichtig. Sehr oft wird hier mit Universalölen (siehe Fehler 1) gearbeitet. Die Anwendung ist einfach und schnell. Leider laufen diese Öle bei der Lagerung der Waffen (meisst Mündung nach üben im Waffenschrank) mit der Zeit der Schwerkraft entgehen nach unten sodass die Mündungen oft schon nach Stunden, spätestens aber nach Tagen oder Wochen nicht mehr richtig vor Korrosion geschützt werden. Von diesem Problem sind übrigens nicht nur Laufmündungen betroffen sondern auch das Laufinnere. Auch führt nach unten laufendes Öl zu Zündversagern wenn der Schlagbolzen beim späteren verhärten des Öles durch Alterung oder tiefe Temperaturen am schnellen Abschlag des Zündhütchens gehindert wird. Merke, kein Öl für den Korrosionsschutz verwenden, es läuft früher oder später der Schwerkraft entgegen und richtet dort oft mehr Schaden an, als das es nützt. Wir empfehlen daher dingend unseren Waffenkorrosionsschutz der durch elektrostatische Ladung dort bleibt wo er angewendet wird. Jahrelang.